Kurz erklärt: Was ist Positive Psychologie?

„Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“, so die Präambel der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Gemäß diesem Credo erforscht die Positive Psychologie, was das Leben gelingen lässt und verbessert. Im Fokus stehen dabei hilfreiche Charakterzüge, positive Lebensbedingungen und Erfahrungen.

Im Gegensatz zur Klinischen Psychologie, die sich der Linderung psychischer Erkrankungen widmet und Leiden reduziert, beschäftigt sich die Positive Psychologie mit der Stärkung eigener Ressourcen aber auch hilfreicher Umgebungen des gesunden Menschen. Spiegelneuronen sind dabei die Voraussetzung für das Empfinden von Mitgefühl aber genauso von Mitfreude und Wohlbefinden in der Gemeinschaft. Damit sind sie auch eine Grundlage bei der Entstehung angenehmer Gefühle, mit denen sich die Positive Psychologie beschäftigt.  Begründer und wesentlicher Wegbereiter der noch recht jungen Wissenschaftsdisziplin ist der Psychologe Martin Seligman.

Weiterführende Links zum Thema:

Prof. Dr. Tobias Esch Die Neurobiologie des Glücks
Martin Seligman Flourish – Wie Menschen aufblühen
Dr. med. Eckart von Hirschhausen Glück kommt selten allein
Was ist Positive Psychologie? anschauliches Animations-Video
Ausführliche Literaturliste Aktuelle Buch-Tipps in unserem Blog

 

Was sind Spiegelneuronen?

In den 90er Jahren wollten Wissenschaftler erforschen, wie das Gehirn Bewegungen plant. Dazu sollte ein Affe nach Leckereien greifen, während die Gehirnströme aufgezeichnet wurden. Kurz vor einer Messung nahm einer der Forscher eine Weintraube, die eigentlich für den Affen bestimmt war. Die unglaubliche Entdeckung: Obwohl das verkabelte Äffchen sich keinen Millimeter bewegte, sprach das Messgerät an – das Gehirn war aktiv – auch wenn der Affe nur sah, wie ein anderer nach der Leckerei griff.

Die entdeckten Gehirnzellen (Neuronen) „spiegeln“ Beobachtetes und erlauben uns, die Absicht fremder Aktionen zu verstehen und simulieren die Handlung im eigenen Kopf. Damit wissen wir, wie ein anderer sich fühlt oder was er will. Sicher hat das jeder einmal selbst beobachtet: wenn sich jemand verletzt, zucken wir selbst zusammen – und wenn jemand lacht, lachen wir mit!

Dabei ist unser Spiegelneuronensystem so sensibel, dass es oft als Erstes leidet, wenn wir Stress haben – wir können uns nicht mehr mit anderen freuen und stumpfen ab. Daher ist es wichtig, sich um die eigenen Spiegelneuronen zu kümmern, um auch andere damit positiv zu beeinflussen.

Weiterführende Links zum Thema:

Spiegelneuronen unter der Lupe Zeitschrift Gehirn & Geist
J. Bauer erklärt die Spiegelneuronen Warum ich fühle, was du fühlst

Weitere Einblicke in unsere Arbeit, die Wissenschaft hinter dem guten Leben und zahlreiche Anregungen gibt es in unserem MAGAZIN!

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